05.10.26 Alain Métrailler Quartett feat. Eric McPherson
Alain Métrailler sax, Elias Stemeseder p, Fabien Iannone b, Eric McPherson dr
Dieses Quartett entstand während Alain Métraillers Jahren in New York. Die Band zeichnet sich durch die kreativen und individuellen Stimmen ihrer Mitglieder aus und legt den Fokus auf ein offenes Zusammenspiel, bei dem sich Formen und Strukturen frei entwickeln können. Die Improvisationen bewegen sich oft in einem polyrhythmischen Raum, getragen von Métraillers Kompositionen, die gleichermassen vom Geist des modernen Jazz und von dessen tief verwurzelten Traditionen inspiriert sind. Das Debütalbum Heights Prospection ist eine Hommage an Alain Métraillers wichtigste Einflüsse – von Legenden wie Wayne Shorter und Joe Lovano bis hin zu seinen Mentoren wie Ohad Talmor und seinem verstorbenen Vater Richard Métrailler, seinem ersten musikalischen Begleiter. Weiter ist Prospect Heights ein Stadtteil, der für Alain Métraillers künstlerische Entwicklung prägend war.

12.10.26 The Unspoken Orchestra
Helena Bühler voc, Felix Geidel p/comp, Maurice Storrer ts, Gian Luzi Niederhauser b
Singende Geigen und donnernde Pauken beflügeln Ihre Fantasie – nur um dann vier Musiker*innen vor Ihnen zu enthüllen. An der Musikhochschule Luzern zusammengefunden, verbinden sie moderne Jazzimprovisation mit klassischer Harmonik. Was bei diesem Ensemble besonders heraussticht, ist eine äusserst vielschichtige Stimmführung, die ein bestechend klares Klangbild zur Folge hat. Durch kontrapunktische Dialoge und einprägsame Melodien zaubert ihr Kammerensemble in den Köpfen jeder Zuhörerin und jedes Zuhörers ein ganzes Orchester herbei – ob Barockensemble, Streichorchester oder die Klangwelt einer kompletten Filmmusik: The choice remains unspoken.

19.10.26 Bänz Oester TOGETHER
Albin Ormegard g, Malcolm Braff p, Genius Wesley dr, Bänz Oester b
Durch ihr Zusammenspiel bekräftigen diese Musiker unermüdlich ihren spirituellen Anspruch und ihr Bedürfnis, sich von allen Formen von Zwängen zu befreien. Damit setzen sie eine Tradition fort, auf die heute relativ wenige Formationen Anspruch erheben. Man denkt spontan an die Apostel des sogenannten Spiritual Jazz, dessen Blütezeit sich von Mitte der 1960er-Jahre bis Mitte des darauffolgenden Jahrzehnts erstreckte. Diese Musik ist heute auffallend aktuell. In einer Zeit, in der Steuerungsalgorithmen immer effizienter werden und die Maschine die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit des Menschen erreicht und sogar übertrifft, ist das Angebot dieser Gruppe zweifellos das, was wir am dringendsten brauchen: Sie geben uns diese alte Religion, nicht als abergläubische Bigotterie, sondern im Sinne dessen, was uns rückverbindet: ein kostbares Gefühl menschlicher Zugehörigkeit, Brüderlichkeit und Schwesterlichkeit.

26.10.26 UNITRIO quartet mit Matthieu Michel
Damien Argentieri hammond organ, Frédéric Borey ts, Alain Tissot dr, Matthieu Michel flh
Seit nunmehr 20 Jahren bilden Damien Argentieri, Frédéric Borey – beide aus Paris – und der Jurassier Alain Tissot das UNITRIO. Die Farben, der Klang und die beständige Kreativität des Trios haben sich bereits in vielen Ohren eingenistet. Für ihr fünftes Album hat das Trio einen befreundeten Improvisationskünstler eingeladen, dessen Klarheit und Poesie derjenigen des Trios sehr ähnlich sind: Matthieu Michel. Das Trio spielt aus einer Ruhe heraus, die viele Wege eröffnet. Sie gründet auf einer langen gemeinsamen musikalischen Reise voller Spiellust. Die Bögen der Musik werden nicht von der Verantwortung der einzelnen Musiker, sondern von der über die Jahre gewachsenen Selbstverständlichkeit getragen. Mit Matthieu Michel kommt nun ein sensibler Künstler dazu, der den Zusammenklang seiner Mitmusiker sehr gut spürt und unangestrengt zu ergänzen vermag.

02.11.26 Peter Schärli: «So auch!»
Elian Zeitel voc, Madlaina Küng b, Peter Schärli tp, Ben Jeger acc, Samuel Schärli dr
Diese Band spielt Musik aus vielen Regionen unserer Erde. Wo Musik gespielt wird, sind sie zu Hause. Heimat ist für sie nichts Starres und Enges, sondern etwas Offenes und Veränderbares. In den Klängen verdichten sich Eindrücke und Wahrnehmungen von Streifzügen durchs Leben, durch Kulturen und durch heile und weniger heile Welten. Die Musik von Peter Schärli: «So auch!» begeistert ein breites Publikum. Peter Schärli freut sich sehr, wieder mit Ben Jeger zu arbeiten, lange sei es her. Er war Mitglied im Orkester Ben Jeger, mit dem er unzählige Konzerte spielte. Ben Jeger und Peter Schärli schrieben die Musik für das Theaterstück Katharina Knie von Carl Zuckmayer und spielten 12 Jahre im Zirkus Federlos und sind mit der Federlosband auch in Namibia und Simbabwe aufgetreten.

09.11.26 muralim
Mauro Reimann sax/comp, Joachim Frey g, Tim Bond p/synth, Elias Kirchgraber b, Martin Maron dr
muralim ist wie barfuss im Sand, wie ein Sprung ins kalte Wasser im Sommer, wie der erste Kaffee am Morgen. muralim ist Musik für Herz und Bauch und steht für die Momente, in denen man alles vergisst und nur das Hier und Jetzt zählt. Die Band hat sich während ihres Studiums an der Zürcher Hochschule der Künste kennengelernt und wurde bereits kurz darauf in die „Best of Swiss Jazz Bachelors”-Reihe berufen. Die Musik stammt aus der Feder des Saxophonisten Mauro Reimann und wird beim gemeinsamen Jammen durch die Einflüsse aller Bandmitglieder weiterentwickelt. Dabei entsteht Musik, der man sich kaum entziehen kann. Die Melodien sind eingängig und gleichzeitig raffiniert, die Grooves laden zum Mitwippen ein und die unbändige Spielfreude der Band lässt die Luft über der Bühne knistern.

16.11.26 Matthieu Mazué Trio
Matthieu Mazué p, Diego Hedez tp, Francisco Mela dr
„Turn of Events“ ist ein Projekt, das 2025 in New York City von Matthieu Mazué ins Leben gerufen wurde. Es vereint drei Musiker mit starken und eigenständigen musikalischen Visionen. Gemeinsam erkunden sie neue klangliche Territorien in einer bewusst basslosen Besetzung – eine künstlerische Entscheidung, die das Klavier von seiner traditionell festgelegten harmonischen Rolle befreit. Der Dialog zwischen Klavier und Schlagzeug wird zu einer zentralen Säule – nicht nur zur Unterstützung der Trompete, sondern auch zur Neudefinition der traditionellen Rolle des Klaviers als Begleitinstrument. Der Schlagzeuger Francisco Mela entfaltet dabei eine bemerkenswerte rhythmische Freiheit und gestaltet die Konturen der Improvisation mit Flexibilität und Einfallsreichtum. www.matthieumazue.com

23.11.26 Duo Jean-Paul Brodbeck / Nat Su
Nat Su sax, Jean-Paul Brodbeck p
Im Vordergrund stehen die Songs aus dem Great American Songbook. Selten gehörte Stücke von Wayne Shorters „Second Genesis“ bis hin zu „Theme for Ernie“ von Fred Lacey, betten sich ein in das sehr melodiös fliessende Repertoire. Die Freude am Song ist der Ausgangspunkt. Der
ungekünstelte nicht gesuchte und rhythmisch direkte Ausdruck ihres Spiels, lässt zum einen, der Tradition zugewandt, eine orchestrale und harmonische Vertrautheit aufkommen, zum anderen eröffnen sich der Besetzung entsprechend viel Freiräume. Das unprätentiöse und gehaltvolle Ganze ist es, was dieser Musik ihre nachdrückliche und anziehende Wirkung verleiht.

30.11.26 PrismE
Leïla Kramis p, Stéphane Fisch b, Sylvain Fournier dr
Mit seinem neuen Album „Parasomnia” entführt PrismE in die faszinierende Welt der Träume und präsentiert eine kontrastreiche musikalische Reise, die zwischen kontemplativen Momenten und explosiver Energie pendelt. Dank ihrer tiefen musikalischen und menschlichen Verbundenheit bieten die drei Musiker*innen ein Repertoire, das sich durch eingängige Melodien, mitreissende Grooves, improvisatorische Elemente und ein Spiel mit Dynamiken auszeichnet. Oft zieren spezielle Rhythmen das klare Klangbild und bereichern die Stücke mit einer unaufdringlichen Komplexität. Die Musik ist leicht zugänglich, poetisch und intensiv, und bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Jazz und Pop.
07.12.26 Hurricane Siesta
Arno Kristensen p, Thomas Gyger eb, Raphael Skoda ts, Sarah El Hachimi as/fl, Emmanuelle Bonnet voc, Lucas Zibulski dr
Hurricane Siesta erkundet den Raum zwischen armenischer Volks- und liturgischer Musik und einer modernen Jazzsprache und lässt Tradition und Gegenwart in einen lebendigen Dialog treten. Sorgfältige Kompositionen bilden die Ausgangspunkte für kollektive Improvisation, aus der sich stetig wandelnde Klangtexturen entwickeln. Getragen von einem tief im Körper verankerten Rhythmus entfaltet das Ensemble eine organische, bewegliche Musik, die sich zwischen Struktur und Spontaneität kontinuierlich verändert. Der Bandleader Arno Kristensen ist ein Genfer Pianist und Komponist dänisch-armenischer Herkunft, lebt derzeit in Los Angeles und absolviert dort am California Institute of the Arts einen Master. Seine Arbeit erforscht die Schnittstelle zwischen Jazz und Identität.

14.12.26 Raphael Jost’s Swingin’ Christmas
Raphael Jost voc, p, Stefanie Suhner voc, Bastien Rieser tp/flh, Christoph Grab ts, Raphael Walser b, Elmar Frey dr
Weihnachten und Jazz – das hat Tradition. Die grössten Weihnachts-Klassiker sind eigentlich nichts anderes als Jazz-Standards. Dass diese von Raphael Jost und seiner Band neu interpretiert und gefeiert werden, hat ebenso Tradition. Er versteht sich als moderner Crooner. Humorvoll und ohne zu viel Kitsch führt er durch den Abend. Zu swingenden Klassikern wie „Let It Snow“ und „Winter Wonderland“ gesellen sich eigene Songs; „Jingle Bells“ bekommt eine Prise Brad Mehldau ab und „Rudolph The Red Nosed Reindeer“ wird zur Schlittenfahrt nach New Orleans. Das Programm lässt dabei viel Raum für Solos und besticht gleichzeitig durch ausgefeilte und originelle Arrangements.

21.12.26 Jazz Live Trio
Klaus Koenig p, Patrick Sommer b, Andreas Wettstein dr
Das Jazz Live Trio verdankt seine Entstehung einem Auftrag des Schweizer Radios SRF, für eine Jazzkonzert-Reihe ein Haustrio zu stellen, um die eingeladenen Solisten zu begleiten. Von 1964 bis 1982 hat es 111 Mal, mit mehrfach wechselnder Besetzung, diese anspruchsvolle Aufgabe übernehmen dürfen. Der Pianist Klaus Koenig konnte als Radiomensch wie auch als Musiker sehr viel Tolles erleben, bis er 1998 von einer fokalen Dystonie aus der Bahn geworfen wurde. Erst 2013 wagte er sich, trotz erfolgloser Therapie wieder auf die Bühne. Er liess das Jazz Live Trio mit Patrick Sommer und Andreas Wettstein wieder aufleben. Es wirkte mindestens so intensiv auch als Rhythmusgruppe vom Quintett Seven Things.
